09. Februar 2022

Mit einem E-Auto als Firmenwagen von Förderung und Steuervorteil profitieren.

Warum E-Autos für Unternehmer in 2022 Steueroptimierer sind? Das erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich momentan mit einer Anschaffung von E-Autos als eigenen Dienstwagen, als Poolfahrzeuge oder Firmenwagen für ihre Mitarbeiter befassen, profitieren gleich mehrfach. Die Innovationsprämie von bis zu 9.000 EUR netto bei der Anschaffung eines Elektroautos greift noch bis Ende 2022. Für Plug-In-Hybridfahrzeuge gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Prämie von bis zu 6.759 EUR. Beide Fahrzeugtypen dürfen einen Nettolistenpreis von 40.000 EUR nicht überschreiten, um in den vollen Genuss des Zuschusses zu kommen.

Teurere Modelle – bis 65.000 EUR Nettolistenpreis – werden mit 7.500 EUR netto (Stromer) und 5.625 EUR (Plug-In-Hybrid) gefördert.

Bei Plug-In-Hybriden müssen außerdem entweder ein maximaler CO2-Ausstoß von 50 Gramm pro gefahrenem Kilometer oder (neu seit Januar 2022!) eine Reichweite von 60 km über den rein elektrischen Antrieb gegeben sein. Ab August 2023 soll die Mindestreichweite auf 80 Kilometer angehoben werden.

Ob das Modell der Wahl von einer Förderung profitiert, zeigt eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Eine gute Nachricht für Unternehmer:innen, die Firmenfahrzeuge leasen: Auch bei dieser Art der Anschaffung profitieren Sie von den Förderungen. Diese finden je nach Leasingdauer (ab 6 Monaten) gestaffelt Anwendung. Um die oben genannten maximalen Fördersummen zu erhalten, muss die Leasingdauer 24 Monate und länger betragen. 

Eine weitere gute Nachricht: Sogar gebrauchte E-Autos und Plug-In-Hybride werden beim Kauf oder Leasing als Firmenfahrzeuge bezuschusst. Allerdings gibt es dafür spezifische Voraussetzungen:

Die Erstzulassung muss nach dem 4.11.2019 erfolgt sein, es darf bisher keine Förderung beantragt worden sein, der Tacho darf nicht mehr als 15.000 Kilometer anzeigen und der Wagen darf für höchstens zwölf Monate erstzugelassen gewesen sein. Erfolgt die Zweitzulassung nach dem 30.6.2020, können auch gebrauchte Stromer und Hybrid-Modelle in den Genuss der Innovationsprämie kommen.     

Alle, die ihren E-Firmenwagen oder Hybriden auch privat nutzen, können sich zudem über eine stark vergünstigte Versteuerungsmethode freuen. Für sie greift auf Wunsch die sogenannte 0,25-Prozent-Regelung. Im Falle einer Nutzung von E-Firmenfahrzeugen und manchen Plug-In-Hybriden ist diese prozentuale Möglichkeit der Versteuerung häufig günstiger als das Führen eines Fahrtenbuchs.

Beide Versteuerungsmethoden haben wir in diesen Artikeln ausführlich für Sie erläutert:

Steuern optimieren mit einem digitalen Fahrtenbuch

Die 1-Prozent-Regelung für den Firmenwagen - nur einfach oder auch günstig? 

Was ist die Viertel-Regelung und welche Firmenwagenfahrer profitieren davon?

Die sogenannte Viertel-Regelung meint die prozentuale Versteuerung eines Elektro-Firmenwagens mit 0,25-Prozent des Bruttolistenpreises. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hingegen greift ein Prozentsatz von einem Prozent. Wer auf Stromer als Dienstwagen setzt, darf bei Anwendung der Pauschalversteuerung also mit lediglich einem Viertel des üblichen Der Gesetzgeber spricht hier übrigens explizit von der Anschaffung eines E-Autos als Firmenwagen, nicht von der Neuzulassung. Dies bedeutet, dass die Viertel-Regelung auch bei gebrauchten Stromern greift. Allerdings gilt dieser spezielle Steuervorteil erst seit 2019. Bereits vorher als Dienstwagen eingesetzte E-Autos müssen nach der 1-Prozentmethode (also mit einem Prozent des Bruttolistenpreises zum Zeitpunkt der Anschaffung) versteuert werden.

Plug-In-Hybriden profitieren ebenfalls von einem vergünstigten Steuersatz. In diesem Falle von 0,5-Prozent des Bruttolistenpreises. Zu beachten ist jedoch, dass die als Firmenwagen genutzten Hybrid-Fahrzeuge bei dieser günstigen Möglichkeit der Versteuerung einige Voraussetzungen erfüllen müssen:

  • Sie müssen extern aufladbar sein (Plug-In-Modelle).
  • Sie dürfen pro gefahrenen Kilometer höchstens 50 Gramm CO2 ausstoßen.

ODER ihre Reichweite muss bei ausschließlicher Nutzung des elektrischen Antriebs mindestens 60 Kilometer betragen (bei Anschaffung bis Ende 2021 mindestens 40 Kilometer).

Gut für Umwelt und Gesundheit – Fahrrad statt Firmenwagen.

Komplett emissionsfrei und zusätzlich mit positiven Auswirkungen auf die körperliche Fitness, sind Fahrerinnen und Fahrer von Firmenrädern unterwegs.

Seit 2020 dürfen auch sie sich über eine Versteuerung nach der 0,25%-Regel freuen. Dies gilt auch für E-Bikes, sogenannte Pedelecs, mit einer Motorunterstützung bis zu 25 km/h.

Im Falle einer Zurverfügungstellung des Dienstrads als Gehaltsextra – also dann, wenn der Arbeitgeber der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter das Rad zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn zur Verfügung stellt – sind die Firmenradfahrer sogar steuerfrei unterwegs.  

Wir bei Schimmel Steuerberater Wirtschaftsprüfer haben uns für eine Kooperation mit Jobrad entschieden. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zu unserem Selbstverständnis, Nachhaltigkeit in den drei Dimensionen sozial, ökologisch und ökonomisch zu leben.

Sie benötigen Entscheidungshilfe oder haben Fragen rund um die Versteuerungsmodelle und verfügbaren Förderungen für Ihre Firmenwagenflotte?

Anruf (+49 89 121153-6) oder E-Mail (info@schimmel.co) genügt. Wir unterstützen Sie gerne dabei, die nachhaltigste Wahl für Ihr Unternehmen zu treffen.  

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