10. September 2021

Nachhaltig wirtschaften: Haben Sie Ihre Finanzen im Blick?

Dieser Beitrag ist Teil 1 unserer neuen Artikelserie rund um nachhaltige Finanzen. Abonnieren Sie mit wenigen Klicks unseren Newsletter und erhalten Sie neben aktuellen Steuernews auch Tipps und Inspiration zu gesellschaftlicher Verantwortung.

Ob Privatperson oder Unternehmer:in, wer sein Budget nachhaltig einsetzen möchte, braucht zunächst einen Überblick zu den laufenden Einnahmen und Kosten.

Wie sehen die monatlichen Fixkosten aus? Wieviel Prozent der Einnahmen machen diese aus? Was sind die größten Ausgabenposten? Gibt es Rücklagen für ungeplante Kosten? Wie werden Ersparnisse oder Gewinne investiert?

Für Unternehmen ist ein solider Finanzplan eigentlich etwas Selbstverständliches. Eigentlich. Denn der fehlende Überblick zu den Finanzen ist einer der Top-Gründe, wieso beispielsweise Startups scheitern. Zu spät wird sich um (weitere) Kapitalbeschaffung gekümmert, zu klein ist der finanzielle Puffer, um eine ausbleibende Zahlung von Kundenseite abzufedern. Bei schnell wachsenden Startups sind plötzlich die Personalkosten höher als geplant, für größere Räumlichkeiten fällt eine höhere Miete an. Bei einem Einzelunternehmer wird nach einem sehr erfolgreichen Jahr eine umfangreiche Steuernachzahlung fällig, dabei ist der Gewinn bereits anderweitig investiert. Solche Überraschungen vermeiden Sie, indem Sie vorausschauend planen.

Beim nachhaltigen Wirtschaften geht es jedoch nicht nur um eine langfristig solide finanzielle Basis, sondern darum, ökonomische, soziale und ökologische Aspekte in Balance zu bringen. Es ist somit nicht nur wichtig, dass Geld erwirtschaftet wird, sondern insbesondere, wie dies geschieht. Im Kontext Nachhaltig interessiert nicht nur, dass Gewinne investiert werden, sondern auch, worin.

Unser Service: Sie als Gründer:in benötigen Unterstützung bei einer nachhaltigen Finanzplanung? Wir beraten Sie gerne.

Im Privaten fehlt der detaillierte Blick auf die eigenen Finanzen noch viel häufiger. Solange auf dem Konto mehr ankommt, als rausgeht, ist alles soweit in Ordnung. Grundlegend stimmt das, allerdings bleiben Kostenfallen, unnötige Ausgaben und zu hohe Gebühren mit dieser Haltung über lange Zeit unentdeckt. Sind Sie interessiert daran, wieviel Geld Sie durch einen achtsameren Umgang mit Ihren Ausgaben sparen können?

Auch wenn es etwas angestaubt klingen mag, ein Haushaltsbuch kann eine enorme Hilfe dabei sein, einen guten Überblick zu den eigenen Finanzen zu bekommen und diesen – je nach Wunsch – tagesaktuell zu halten. Im Auftrag von Stiftung Warentest haben sechs Tester unterschiedliche Methoden zur Führung eines Haushaltsbuchs ausprobiert. Auf dem Papier, via Excelliste und per mobiler App. Versuchen Sie es selbst, denn so sehen Sie genau, wofür Sie jeden Monat Geld ausgeben. Kosten, die Sie im Alltag vielleicht gar nicht im Kopf haben – etwa für das Streaming-Abo, Telefon- und Internet oder bestimmte Premium-TV-Angebote – werden auf diese Weise sichtbar. Und werfen möglicherweise die Frage nach Einsparpotenzial auf. Dies gilt auch für Versicherungskosten, die teilweise nur einmal pro Jahr fällig werden und gegebenenfalls per Einzugsermächtigung heimlich, still und leise Ihr Konto verlassen.

Durch das genaue Aufzeichnen Ihrer Ausgaben haben Sie Ihre Zahlungen im Blick – egal, ob Sie diese lieber mit Karte oder Bargeld, per Sofortüberweisung oder Bankeinzug begleichen. Apropos Bank. Haben Sie sich schon einmal damit befasst, wie nachhaltig ihre Hausbank agiert? In diesem Online-Angebot der Verbraucherzentrale finden Sie einen Produktvergleich und weitere Informationen zu nachhaltigen Banken.

In Teil 2 unserer Serie lesen Sie in Kürze, wie Sie Ihr Geld nachhaltig anlegen können.

Wie behalten Sie den Überblick zu Ihren Finanzen? Haben Sie Tipps zu einem nachhaltigen Umgang mit Geld? Diskutieren Sie mit uns auf Instagram und Linkedin zum Thema.

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